Sağcılığa karşı Rock için Ludwigsburg 2011’e çağrı

Sağcılığa karşı Rock’a

Hepbirlikte sokaklara!

Aşırı sağcılar her anlamda barış içerisinde birarada yaşamayi tehdit ediyorlar – Ludwigsburg çevrelerinde de bunun örneği görünüyor. Gizemli argümanlar ve acımasızca basitleştirmelerle, işlerine gelmeyenleri; ’’yabancı’’ları ’’göçmen“leri ve dayanışma için uğraşı veren insanları dışlayarak, toplumumuzun bir parcası olarak reddediyorlar.

Bu ruhun ne gibi korkunç bir şiddete dönüşebileceğini, en son Rems-Murr-Bölgesinin Winterbach şehrinde yaşanan, bir grup türk ve italyan gencini bir bahçe kulübesinde yakma girişimi göstermiştir.

Bu sebeple uyanık ve aktif olmak icin birçok neden var: ’’NaziHaci“ boyalamaları, ırkçı, aynı zamanda yabancı düşmanı amblem ve yapıştırıcılar, ve nihayi  olarak da son seçimlerde ırkçı, NPD ve REP partilerinin  Ludwigsburg bölgesinin yerelinde  2% oy alması…

Hepbirlikte göstermemiz icab ediyor: Ludwigsburg bölgesindede sağcı fikirlere yer yoktur! Toplumun çeşitli gruplarının, Sağcı söylemeler ve eylemlerle arasına çok net bir sınır koyan insanlarladan oluştuğu geniş bir birlik istiyoruz! Birlikte eylem ve birlikte kutlama yapmak istiyoruz!

 

Hepbirlikte Sokaklara

Sağcılığa karşı Rock’a

Li hember rastgiriyê, bang a ji bo Rock Ludwigsburg 2011’an

Li dijî rastgiriyê Rock

Bihevre li kolanan!

Rastgirên pirole di her wateyê de jiyana di nav aşitiyê de gef dikin- Di derdora Ludwigsburg’ê de ji mînakên van tê xuyakirin.  Bi awakî veşartî û hêsankirinên xedarî, tiştên bi kêrî wan neyên, kesên ‘‘biyanî’’ û ‘‘koçber’’, kesên ji bo piştgirîyê hewl didin di nav civakê de tên veder kirin û van mirovan wekû parçeyek ji civakê napejirînin. Vê ferastê herî dawî li herêma Rems-Murr bajarê Winterbach, bûyera komek ciwanên tirk û îtalyan di bexçeyekê de bê şewitandin dayê xuyakirin ku, ev fikr û raman çiqas di be xeterek mezin. Ji bo vê jî pir sedem hene ku mirov hişyar û çalak be: nivîsên ‘‘NaziHacı’’, remzên nijadperset û dijî biyaniyan, û herî dawî jî hilbijartinên dawî de di herêma Ludwigsburg’ê deng standina asta %2, a partiyên nijadperset NPD û REP’ê.

Pêwîste em bihevre bidin nîşandan; li herêma Ludwigsburg’ê ji fikrên rastgir ra cî tune! Em civakek wisa dixwazin ku her komek sînorek berfireh danî bi di navbera xwe û mirovên xwedî gotin û çalakiyên rastgir de! Em dixwazin bihevre pîrozbahî û çalakiyê bikin!

 

Li dijî rastgiriyê Rock

Bihevre li kolanan!

Neuer Termin: 24.09.2011

Das zweite Rock gegen Rechts in Ludwigsburg findet am Samstag, den 24. September statt und beginnt mit einer Streetparade gegen Rechte Gewalt, die sich durch die Ludwigsburger Innenstadt zieht. Im Anschluss sind alle zum Open Air Konzert in den Scala Biergarten eingeladen.

Eintritt frei! Nazis müssen draußen bleiben!

Aufruf zum Rock gegen Rechts in Ludwigsburg 2011

Rock gegen Rechts!
Gemeinsam auf die Straße!

Rechtsradikale bedrohen in vielfältiger Weise das friedliche Zusammenleben – auch im Kreis Ludwigsburg. Mit verbogenen Argumenten und gnadenloser Vereinfachung wollen sie Menschen ausgrenzen, die ihnen nicht passen. Wer „fremd“ ist, wer „Ausländer“ ist, wer sich für ein solidarisches Miteinander einsetzt, soll in ihren Augen nicht Teil unserer Gesellschaft sein.

Wie leicht aus diesem Geist schlimme Gewalt werden kann, zeigt sich immer wieder in Exzessen wie zuletzt in Winterbach im Rems-Murr-Kreis, als Rechtsradikale einen Brandanschlag gegen eine Gruppe türkischer und italienischer Jugendlicher in einem Gartenhaus verübte.

Es gibt viele GRünde, wachsam und aktiv zu sein: Hakenkreuz-Sprühereien, Aufkleber und Plakate mit rassistischen und fremdenfeindlichen Parolen und nicht zuletzt über 2% der Stimmen für NPD und REP im Landkreis Ludwigsburg bei der Landtagswahl.

Gemeinsam wollen wir klarmachen: Auch im Kreis Ludwigsburg ist kein Platz für rechtes Gedankengut! Wir wollen ein breites Bündnis von Menschen aus vielen verschiedenen Gruppen der Gesellschaft, das eine klare Grenze gegen Parolen und Aktionen der Neonazis zieht. Wir wollen gemeinsam demonstrieren und wir wollen gemeinsam feiern.

Gemeinsam auf die Straße!
Rock gegen Rechts!

Rock gegen Rechts 2011

Nachdem wir uns nach dem erfolgreichen Rock gegen Rechts 2010 in Ludwigsburg eine kleine Internet-Präsenzpause (aber eben nur eine solche) gegönnt haben, haben die Vorbereitungen für das diesjährige RgR schon begonnen. Schaut dann und wann mal auf unserem Blog vorbei, hier findet ihr immer die aktuellen Infos!

Euer RgR Ludwigsburg-Orga-Team

Erneut schwerer Angriff auf Migranten im Kreis Ludwigsburg

In der Nacht vom 19. auf den 20. September 2010 wurden Mitglieder des Freundschafts- und Solidaritätsvereins Stuttgart Opfer rechtsradikaler Gewalt. Als Besucher des Weinfestes in Sachsenheim wurden sie unter rassistischen und ausländerfeindlichen Parolen zusammengeschlagen, zum Teil so schwer, dass eines der Opfer bewusstlos wurde und Zähne ausgeschlagen wurden.

Wir veröffentlichen hier die Pressemitteilung des Freundschafts- und Solidaritätsvereins e.V.:

„Der Freundschafts- und Solidaritätsverein e.V. Stuttgart arbeitet seit vielen Jahrzehnten für das friedliche Zusammenleben Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur. Unsere Mitglieder engagieren sich bewusst in Deutschland für ein besseres Zusammenleben, für Verständnis, in sozialen und gesellschaftlichen Belangen.

Wir sind empört, dass es in der Nacht des 20.9.2010 in Sachsenheim zu einem ausländerfeindlichen Überfall auf Mitglieder unseres Vereins und andere junge Menschen verschiedener Nationalität unter Rufen wie „Geht doch in Euer Land zurück!“ gekommen ist. Beide Mitglieder unseres Vereins, die dort überfallen wurden, sind deutsche Staatsbürger. Ihr Zuhause ist hier und deshalb arbeiten sie auch hier für ein besseres Zusammenleben.

Empört sind wir auch darüber, dass die Polizei die Opfer wie Täter behandelt. Wir fordern eine schonungslose und faire Aufklärung des ausländerfeindlichen Überfalls. Wir fordern alle auf, diesen Fall bekannt zu machen, Solidarität zu üben und sich für ein friedliches Zusammenleben einzusetzen. Wir rufen auch alle dazu auf, die in Sachsenheim und Umgebung selbst Opfer rechtsorientierter Übergriffe geworden sind oder von weiteren rechtsorientierten Übergriffen in dieser Gegend berichten können mit uns in Kontakt zu treten.

Es folgt ein Bericht eines der Betroffenen über die Ereignisse in Sachsenheim in der Nacht vom 19. September auf den 20. September 2010:

Bericht von Emin N.: (Der Name wurde aus Sorge um die Sicherheit des Betreffenden verändert)

Am Samstag, dem 19.9.2010, ging ich mit Freunden verschiedener Nationalität zum Weinfest in Sachsenheim. Gegen Mitternacht, als ich gerade mein Glas Wein auf einem Tisch abstellte, kam eine Gruppe vorbei und eine der Personen ergriff provokativ mein Glas und ging damit weg. Als ich folgte und mein Glas zurückholte, wurde ich als „Scheißtürke“, „Scheißpack“ und „Scheißausländer“ beschimpft. Ebenso wurde ich angeschrien: „Geh doch zurück in Dein Land!“ Es kam zu einer kleinen Rangelei, die ich beendete, indem ich mit einem Freund weg ging und diese Personen stehen ließ.

Nachdem sich die Lage beruhigt hatte, trat ich mit 2 Freunden den Heimweg an. Ungefähr 150 m vom Fest entfernt an der Aral-Tankstelle in Sachsenheim sahen wir eine Gruppe von mehr als 10 Personen. Leider entdeckten wir zu spät, dass darunter auch die Personen waren, die uns bereits zuvor auf dem Fest verbal angegriffen und beleidigt hatten. Offensichtlich hatten diese inzwischen Verstärkung herbei geholt und einen Überfall geplant. Auch diesmal wurden wir beleidigt und einer meiner Begleiter erhielt plötzlich einen Schlag. Dann fiel die ganze Gruppe über uns her und wir waren gezwungen uns zu wehren. Ich erhielt einen Schlag auf den Kiefer, wobei ich einen Schneidezahn verlor, zwei untere Zähne abbrachen, ich Platzwunden an oberer und unterer Lippe erlitt, mir eine Schnittwunde in der rechten Hand zuzog und bewusstlos zu Boden ging. Als ich wieder zu Bewusstsein kam, war der Angriff in vollem Gang und ich hörte Rufe: „Jetzt machen wir den hin.“ Ich kam wieder auf die Füße und floh mit meinen Freunden. Während unserer Flucht sahen wir, dass drei glatzköpfige Skinheads zu der Gruppe stießen, um sie bei ihrem Angriff auf uns zu unterstützen.

Zuhause erst bemerkte ich, dass ich blutüberströmt war. Ich ließ mich daraufhin im Krankenhaus in Ludwigsburg behandeln und begab mich anschließend zur Polizeistation in Vaihingen/ Enz, um Anzeige zu erstatten. Dort wurde mir eröffnet, dass bereits Anzeigen gegen mich vorliegen. Auf der Polizeistation in Sachsenheim am Donnerstag bei meiner Aussage zu der Anzeige, wurde mir erklärt, dass man mir nicht glaube. Wie ich mit zwei Freunden eine Gruppe von mehr als zehn Personen angegriffen haben soll, darauf wollte der bearbeitende Polizist jedoch nicht eingehen.

Da die Täter sowohl meine Anschrift als auch meinen Arbeitsplatz kennen, bin ich seither nicht sicher, ob ich nicht wieder angegriffen werde.

Wir fordern alle auf, diesen Fall bekannt zu machen, Solidarität zu üben und sich für ein friedliches Zusammenleben einzusetzen. Wir rufen dringend alle dazu auf, die in Sachsenheim und Umgebung selbst Opfer rechtsorientierter Übergriffe geworden sind oder von weiteren rechtsorientierten Übergriffen in dieser Gegend berichten können mit uns in Kontakt zu treten.“

Freundschafts- und Solidaritätsverein Stuttgart e.V.
Helfergasse 5, 70372 Stuttgart
Tel.: 0711/870 18 49 oder 07331 210 270
E-Mail: dost-der@gmx.de